Exposé (Synopsis)
Eine vollständige Handlungszusammenfassung — Ende eingeschlossen — für Verlage und Agenturen: ein Arbeitsdokument, kein literarischer Text.
Das Exposé fasst die gesamte Handlung eines Manuskripts zusammen, Ende inbegriffen: das ist sein zentraler Unterschied zum Klappentext, der andeutet, ohne zu enthüllen. Für Verlage und Agenturen bestimmt, erlaubt es, auf wenigen Seiten zu beurteilen, ob die Geschichte trägt — Struktur, Bogen des Protagonisten, Logik der Wendungen.
Übliche Konventionen: Präsens, ein bis drei Seiten, sofern nicht anders verlangt, Fokus auf der Hauptlinie (Nebenhandlungen erscheinen nur, wenn sie das Ende beugen). Der klassische Fehler ist, Stil hineinzubringen: Ein Exposé ist kein literarischer Text, sondern ein Bauplan — Klarheit, Kausalität, Vollständigkeit. Viele Autoren schreiben eines auch für sich selbst, als Belastungstest vor oder nach der ersten Fassung.
Beispiel
„Léa, 34, Gemälderestauratorin, entdeckt unter einem Firnis…“ — und drei Seiten später ist das Ende erzählt.
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