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Methoden & Prozess

Schreibblockade

Anhaltende Unfähigkeit zu schreiben trotz des Wunsches dazu — eher ein Symptom mit vielen Ursachen als eine einzelne Krankheit.

Die Schreibblockade bezeichnet die anhaltende Unfähigkeit, trotz Schreibabsicht Text zu produzieren. Der häufigste Fehler ist, sie als eine einzige Sache zu behandeln: Sie ist ein Symptom, und das Mittel hängt von der Diagnose ab. Perfektionismus behandelt man, indem man absichtlich schlecht schreibt (erste Fassung, freies Schreiben); ein Story-Problem (die Szene sträubt sich, weil der Plot weiter vorn kaputt ist) behandelt man durch Neuplanung; Erschöpfung behandelt man durch Ruhe — nicht durch Zwang; Angst vor Urteil behandelt man, indem man den Einsatz senkt.

Zwei übergreifende Hebel finden Konsens: die Arbeitseinheit verkleinern (eine Szene, 200 Wörter, zehn Minuten — die Trägheit gibt kleinen Türen nach) und Produktion und Bewertung radikal trennen, denn die Blockade entsteht fast immer aus ihrem Zusammenstoß.

Beispiel

Seit drei Wochen an Kapitel 12 festgefahren? Das Problem sitzt oft in Kapitel 9.

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