Testleserschaft (Beta-Lektüre)
Das Manuskript wird vor Einreichung oder Veröffentlichung Testlesern vorgelegt, um echte Leserreaktionen zu sammeln.
Die Beta-Lektüre legt das Manuskript Testlesern — den Beta-Lesern — vor, bevor es an Verlage geht oder erscheint. Ihre Aufgabe ist nicht zu korrigieren (das ist Sache des Lektors), sondern als Leser zu reagieren: wo man sich langweilt, wo man nicht mehr glaubt, was man nicht verstanden hat, welche Figur man ohrfeigen möchte. Das sind Rezeptionsdaten, anders nicht zu bekommen.
Bewährte Praxis: Leser des Zielgenres (ein SF-Leser beurteilt eine Liebesgeschichte falsch), ein präziser Auftrag (drei Fragen sind besser als „sag mir, was du denkst“), und eine zum Werkstattsprichwort gewordene Auslegungsregel: Wenn Beta-Leser dieselbe Stelle markieren, ist das Problem real; wenn sie dieselbe Lösung vorschlagen, ist sie meist falsch.
Beispiel
Auftrag: „Notiere, wo du ausgestiegen bist, die unglaubwürdigste Figur und das Ende, das du erwartet hast.“
Verwandte Begriffe
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