Druckfreigabe (BAT)
Die formelle Zustimmung zu den letzten Fahnen: Der Text geht unverändert in den Druck, verantwortet vom Unterzeichner.
Die Druckfreigabe (BAT) ist die formelle Zustimmung — traditionell die unterschriebene Bestätigung auf den letzten Fahnen —, mit der Autor oder Verlag den Druck des Textes im vorliegenden Zustand genehmigen. Es ist ein ebenso juristischer wie technischer Akt: Nach der Freigabe gilt jeder verbliebene Fehler als akzeptiert, und jede Änderung verursacht Nachdruckkosten.
Für den Autor ist es der psychologische Moment der Wahrheit: Der Text hört endgültig auf, veränderbar zu sein — der am nächsten Tag entdeckte Tippfehler wartet auf den Nachdruck. Daher die Rituale der Freigabe-Lektüre: laut, rückwärts, mit frischem Blick. Der Begriff hat sich über den Verlag hinaus verbreitet: Grafiker und Drucker lassen für jedes Dokument, von der Einladung bis zur Verpackung, eine Druckfreigabe unterschreiben.
Beispiel
„Druckfreigabe am 12.03.“ auf die erste Seite gekritzelt: Das Buch gehört nicht mehr seinem Autor, sondern der Druckerpresse.
Diesen Begriff anwenden
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