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Stilfiguren

Metonymie

Eine Stilfigur, die eine Sache durch eine andere benennt, die logisch mit ihr verbunden ist: das Gefäß für den Inhalt, der Autor für das Werk.

Die Metonymie ersetzt ein Wort durch ein anderes, das mit ihm in einer festen logischen Beziehung steht: das Gefäß für den Inhalt („ein Glas trinken“), der Autor für das Werk („einen Zola lesen“), der Ort für die Institution („das Weiße Haus reagierte“), die Ursache für die Wirkung, das Symbol für die Sache. Anders als die auf Ähnlichkeit beruhende Metapher stützt sich die Metonymie auf Nachbarschaft — beide Wirklichkeiten gehören zur selben Welt.

Sie ist eine allgegenwärtige Sparfigur der Alltagssprache, wird aber zum mächtigen Stilmittel, wenn der Schreibende sie bewusst wählt: Ärzte „weiße Kittel“ zu nennen, setzt sofort eine Perspektive, fast eine soziologische Distanz. Die Metonymie lenkt den Blick, ebenso wie sie abkürzt.

Beispiel

„Das Weiße Haus reagierte“ (Ort für Institution); „einen Goethe lesen“ (Autor für Werk).

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