Prosagedicht
Ein poetischer Text in Prosaform, dessen Rhythmus und Bildlichkeit nicht auf Zeilenumbrüchen beruhen.
Das Prosagedicht übernimmt die Anordnung des Absatzes, während es eine poetische Form verfolgt. Bilder, Rhythmus, Wiederholungen und Wortdichte können darin eine zentrale Rolle spielen; es kann ein Erzählfragment oder eine Beschreibung enthalten.
Es unterscheidet sich vom freien Vers durch das Fehlen der Zeilenaufteilung als Darstellungsprinzip. Nicht jede bildreiche Prosa ist deshalb ein Prosagedicht: Aufbau und Absicht des Textes zählen ebenso.
Beispiel
Der Bahnhof hatte seine gläsernen Augen geschlossen. Unter der Uhr wartete noch ein Koffer auf jemanden, der keinen Namen mehr besaß.
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Arbeiten Sie am Rhythmus des Absatzes, ohne sich auf Zeilenumbrüche zu verlassen.
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